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Stahl und FarbeStahl Drachen von den autodidaktischen bildenden zeitgenössischen Künstlern. | ![]() |
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Drachenspuren | Drachentöter | Drachenblut | Himmel oder Hölle
Den ersten Drachen konstruierte Henning bereits 1990.
Zu der Zeit experimentierte er mit einem,
von ihm neu
entwickelten
Freiform-Luftdruck-Modellierverfahren,
welches
er auf zusammengeschweißte
Stahlblech-Hohlkörper anwendete.
Nachdem kleinere Arbeitsproben mit dieser neuen Modelliertechnik eine
ausreichende Werkstückgrundlage für die Weiterbearbeitung
durch Schweißen, Schmieden und Schleifen boten,
konnte er so einzelne Körperteile anfertigen,
und als Ganzes zu einem Werk verschweißen.
Diesen ersten Drachen verkauften wir 1992 und wir beschlossen neue Drachen zu bauen.
Der dunkle Sog des Unterbewusstseins
Es sei vorangestellt, daß wir bereits vor der Entwicklung dieses Projektes
beschlossen hatten, ein Drachenpaar zu bauen, welches entgegen zu dem ersten
Drachenobjekt, keinen ringelförmigen, sondern, einen nahtlosen Rumpf aufweisen sollte.

stahl und farbe: Experience, "Animated Dragons", Shockwave - Flash Movie Art Seiten.
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Drachen im Feuer |
Drachen im Farblicht |
Drachenslideshow |
Drachen in der Faust Fabrik |
In monatelanger Arbeitszeit entwickelten wir daraufhin die Drachen der zweiten
Generation.
Mit unserem Werk: Der dunkle Sog des Unterbewusstseins
und Die Anrufung,
wollten wir uns ebenfalls beweisen, daß wir als Künstler auch zu mehr in der
Lage sind, als zufällig erstandene Schrottteile zusammenzuschweißen.
Die monatelange Arbeitszeit muss ich natürlich erwähnen, da der Weg des
groben, schroffen und zähen Ausgangszustandes des Stahlmaterials, bis hin zu der
weichen, geschmeidigen und plastischen Darstellung mit fließendem Charakter,
mir derzeit wie ein endloser Weg erschien.
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Der Drache kann eben Hitze und Feuer
ertragen, die menschliche Hand hat da schon mehr Schwierigkeiten. |
Erst lange nachdem wir noch weitere Drachen gebaut hatten, begannen wir uns für
den tiefgründigen, mythologischen oder philosophischen Wert, den ein
Drachenbildnis in sich birgt, zu interessieren.
Auf Ausstellungen wurden wir oft nach religiösen, satanischen oder
mythologischen Hintergründen befragt. Einige japanische Künstler äußerten
sich empört darüber, daß wir als Europäer japanisches Kulturgut
verunglimpften.
Nichts von alledem traf darauf zu. Für uns bedeutete der Drache in der modernen
Version, das Symbol für den Kampf des Individuums mit dem dunklen Sog in seinem
Inneren. Er bedeutet den Weg der ständigen Bewusstmachung des Unbewussten, bis
ein Gleichgewicht beider seelischen Bereiche hergestellt ist.Drachenspuren | Drachentöter | Drachenblut | Himmel oder Hölle | Zurück zum Anfang
und dieser Drache, der niemals
schläft, sondern immer wachsam am Horizont kreist, sorgt bis heute dafür, daß
kein einziger Stern verschwunden ist. Drachenspuren | Drachentöter | Drachenblut | Himmel oder Hölle | Zurück zum Anfang
Regin berichtete Sigurd, wie sein Bruder das Gold gestohlen hatte, das geteilt
werden sollte und wie aus Fafnir ein Drache geworden war. Ihm selbst liege
nichts von dem Gold, er wolle nur das Herz des Drachen essen, um die uralte
Zwergenweisheit wiederzuerlangen, die ihm verloren gegangen war, nachdem er so
viele Jahre Menschen unterwiesen habe.
Der treuherzige Sigurd bemerkte das Glitzern der Habgier in den Augen des
Zwerges nicht und versprach den Drachen zu töten, wenn Regin ihm das Schwert
dafür schmiede.
gefertigt wurde - Eine Klinge, so stark wie sonst keine auf Erden.Drachenspuren | Drachentöter | Drachenblut | Himmel oder Hölle | Zurück zum Anfang
Die unendliche Macht des Drachenblutes, schon der kleinste Tropfen schenkte
einem Menschen das Wissen von den uralten Dingen der Erde.
Auch an anderen Stellen berichtet die Edda von Drachen.
Die Esche Yggdrasil duldet Unbill
Mehr als Menschen wissen.
Der Hirsch weidet oben, hohl wird die Seite,
Unten nagt Nidhöggr.
Nach altnordischem Glauben erstreckte sich ein riesiger unsichtbarer Baum namens
Yggdrasil
vom Himmelszelt bis in die Tiefen der Hölle. Ein Drache mit dem Namen
Nidhöggr nagte beständig an seinen Wurzeln und suchte die Schöpfungsordnung
zu zerstören, aber die Ordnung hatte ein ganzes Bataillon von Beschützern.
Drei göttergleiche Wesen, die sogenannten Nornen, saßen ruhig neben dem
Drachen an den Wurzeln und spannen die Schicksalsfäden der Sterblichen. Hirsche
grasten um den Baum und benetzten die Erde mit Tau aus ihren Geweihen. Eine
Ziege, welche die Baumrinde kaute, versorgte die sterblichen Helden, welche die Welt
vom Drachengeschlecht befreien sollten, mit Milch. Von den Vögeln, die in
Yggdrasils Zweigen nisteten, war der Adler der größte, ein erbitterter
Drachenfeind der unaufhörlich von Schöpfung und Zerstörung sang.
Auch von Donnergott Thors Kampf mit der Midgardschlange wird in der Edda
berichtet. Jörmungandr, die Midgardschlange, Lokis Tochter mit der Riesin
Angurboda, die seit Anbeginn der Zeit in den Tiefen des Ozeans, welcher das
Reich der Sterblichen - Midgard - umschlingt, verborgen und gefangen ist, wurde
von Thor mit einem Köder, einem Ochsenkopf an einer Kette, aus dem Meer
gelockt, während Odin von oben zusah. Thor hob seinen Hammer, um das Ungeheuer
zu töten, aber die Kette riss entzwei und der Drache entkam.
Die Bewohner der nordischen Welt glaubten, daß es Thor und der Schlange
bestimmt ist, beim Ragnarök, dem Weltuntergang noch einmal miteinander zu kämpfen.
Dann würde Thor mitten im ewigen Winter, wenn der Himmel auseinander barst und
das Chaos wiederkehrte, die Schlange töten, sobald sie aus dem Wasser
schnellte. Der ersterbende Atem des Drachen würde den Gott vernichten, und in
den wogenden Feuermassen würde die Welt untergehen und in die Elemente
zerstreut werden, aus denen sie entstanden war.
Das Geschlecht der Drachen bildete einen gefährlichen Widerpart zum
menschlichen Geschlecht.
Vielleicht in dem Glauben, daß sich etwas von den Fähigkeiten der Drachen auf
sie übertrüge, schufen sich die mit den Drachen verfeindeten Menschen, durch
all die Jahre der Drachenherrschaft, Abbilder von Drachen, damit diese ihnen im
Kampf beistünden.
Auf vielen Wappenschilden, wie die Heraldik (Wappenkunde) zeigt, eroberten sich
Drachen einen bevorzugten Platz, als Synonym mythischer Kraft und
Unbesiegbarkeit.
Wenn persische Soldaten in die Schlacht zogen, trugen sie riesige Drachenfiguren
vor sich her, um feindlichen Heeren Furcht einzujagen.
Die Römer pflegten einen Ähnlichen Brauch und malten rote Drachen auf ihre
Kampfbanner, die sie dracones nannten, was Drachen bedeutet.
Die sich bekriegenden keltischen und teutonischen Stämme beanspruchten alle das
Drachensymbol für sich.
Bei den Angelsachsen wurde die Heldentat, einen Anführer zu erschlagen, als das
Erschlagen eines Drachen bezeichnet.
Die Berserker, die wilden Krieger im alten Skandinavien, nannten ihre
Kriegsschiffe Drachenbarken und verzierten die Buge mit Drachenköpfen, um ihre
Feinde einzuschüchtern.
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In Ägypten, wo Sonnengott Re Tag für Tag in seiner schwimmenden Barke durch den Himmel glitt, sorgten die Gesänge seines hyänengesichtigen Wächters Seth dafür, daß der Drache Apep, der über die Finsternis herrschte und den Gott des Lichtes zu vernichten trachtete, fernblieb. |
In der indischen Mythologie wird von einer elfköpfigen Schlange mit Namen
Ananta die Endlose, berichtet, die mit ihrem mächtigen Leib die Erde stützt.
Ananta war beileibe nicht, wie die meisten Drachen, eine Abgesandte der
Unordnung, sondern sie diente Wischnu, dem Herrn des Universums. Ihren
langgestreckten Rücken bot sie ihm als Ruhebett dar, wenn der Gott zu schlafen
wünschte.
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Himmel oder Hölle, Ordnung oder Verwirrung haben die ostasiatischen Kulturen so
nie mitgemacht.
Dort geht es eher um ein Leben zwischen diesen Polen, und deshalb hat der Drache
dort auch die erfreulicheren Überlebenschancen gefunden.
Vom verborgenen Drachen spricht der klassische, chinesische Orakeltext i-Ching,
Buch der Wandlungen, ganz am Anfang und assoziiert diesem alle schöpferischen
Kräfte des Kosmos.
Und in Hongkong werden auch heute noch, in der modernen High-Tech-Welt, zwischen
gigantischen Bürotürmen und Wohnblöcken, Flugschneisen für des Drachen Flug
zum Bad im Meer, freigehalten.
Das kostet zwar viel, ist aber längst nicht so teuer, wie der geschäftliche
Schaden, den sich die Stadt einhandeln würde durch Nichtbeachtung der
Drachen-Badegewohnheiten.
So respektvoll ist das Verhältnis zum Drachen in ganz Ostasien, aber man soll
sich bitte nicht mit ihnen anlegen.
Der chinesische Dichter Ch´Yüan schrieb 300 v. Chr. "Ich spannte Jadedrachen
vor meinen Wagen und wartete auf den Wind, daß er komme und mich auf meiner
Reise davontrage."
In fast jeder Kultur, auf fast allen Kontinenten sind also Spuren der Drachen zu
finden. Ungeachtet der unzähligen Geschichten die es noch über Drachen gibt, möchte
ich mit Zitaten, die in der Sagensammlung Richard Wossidlo zu finden ist, diese
kleine Drachenkunde abschließen.
Wenn jemand in Guten wirtschaftlichen Verhältnissen stand, so sagte man über
diesen:
Den´n hett de Drak wat bröcht.
Hatte jemand weniger Glück so sagte er: De Draak bringt mi nicks - dat mööt
all mit de Hand verdeent warden.
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Draht Drache |
Drachenschädel Form |
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Zeitgenössische Künstler Sylvia Aevermann und Henning Block.
Atelier für Zeitgenössische, moderne Kunst.
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Datum der letzten Änderung: 24.05.2011